Der Verstand, Zentrum unseres persönlichen Universums

Spätestens mit der Aufklärung und dem Satz von René Descartes: „Ich denke, also bin ich!“, hat sich der Mensch vom Glauben abgewandt, sich als verbunden mit etwas Höherem, Umgreifenden zu erfahren. Der Verstand rückte in das Zentrum des Erlebens: sich, die Welt und selbst die Existenz des Universums aus dieser Perspektive zu betrachten und zu erforschen.

Der persönliche Wille ist jedoch begrenzt: Seine Energie bezieht er aus der Identifikation mit unserer Ich-Struktur, bestehenden Denk- und Handlungsmustern. Die Handlungsimpulse richten sich auf Bedürfnisse und Sehnsüchte, unerwünschte Aspekte unserer Persönlichkeit, die wir gerne verändern oder optimieren wollen. Aber auch auf Traumata sowie körperlich und emotional bewertete Aspekte, die wir ‚weghaben‘, heilen oder integrieren wollen.

Der Fokus ist auf den Verstand gerichtet, als ob wir Licht in einen Schatten bringen wollen, indem wir uns innerhalb des Schattens bewegen. Was erreichen wir mit einem derartigen Verhalten? Wir lernen die Landkarte unseres ‚Schattens‘ kennen: Wir werden uns der Ich-Struktur bewusst. Das ist ein erster Schritt und wunderbar, doch der Schatten unserer Gedanken wird nicht vergehen, nur weil wir uns besser verstehen!

Die Suche nach uns Selbst

WIR SIND ALLE AUF DER SUCHE: beispielsweise nach Glück, Zufriedenheit, Sicherheit, der perfekten Beziehung, Erfolg oder auch Erleuchtung. Jede (Selbst-)Erkenntnis, jede tiefe Begegnung, Naturerfahrungen uvm. erzeugt für einen Moment in uns eine Resonanz, eine lebendige Berührtheit, wahrnehmbar vielleicht als Freude und Glück, vielleicht sogar einer Erfahrung von innerer Stille. Diese sind jedoch zumeist nicht von Dauer.

In der Tiefe fühlen wir uns weiterhin leer: DIE SUCHE BLEIBT!
Gleichzeitig bietet unsere jetzige gesellschaftliche Struktur unzählige Möglichkeiten sich abzulenken und die Leere zu füllen oder auch dem Alltag zu entfliehen wie durch Konsum, Social Media, Fernsehen, PC Spielen, einer fortwährenden Nutzung von Alkohol, Drogen etc.

In unzähligen Biografien berichten Menschen, die alles erreicht haben im Leben: Besitz, Erfolg oder auch eine glückliche Familie, dass dieser Zustand der Leere sie an irgendeinem Punkt ihres Lebens dahin führte, alles aufzugeben. In der Einfachheit des daraufhin gewählten Erlebens fanden sie wahre Zufriedenheit - gleichsam ihre Bestimmung!

Ist ein Leben in Verbundenheit nur denjenigen vorbehalten, die dafür in einem Kloster leben, fernab der Zivilisation?

Genau darin liegt aber oftmals die tief liegende Angst, dass wir erst alles verlieren müssten, um etwas zu bekommen, von dem wir noch nicht einmal genau wissen, wonach wir da suchen.

Die einfache Wahrheit ist jedoch: Es ist gerade der Verstand, den wir in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt haben, der uns von unserem natürlichen Zustand der Verbundenheit mit der göttlichen Quelle, dem höheren Bewusstsein trennt.

Unsere natürliche Verbundenheit mit Gott ist zu keinem Moment unseres Lebens ‚weg‘, sondern immanent hinter dem Schleier unserer Gedanken, der Identifikation mit unserer Ich-Struktur. Wir sind jedoch beschäftigt, unser Leben aus der Identifikation mit dem Verstand zu interpretieren, zu reagieren und zu gestalten. So werden Momente der Stille und der Verbundenheit zu einer Ausnahme in Seminaren, bei Klosteraufenthalten oder Meditationen. Die Wahrheit ist, dass diese Erfahrungen jedoch nicht das Empfinden einer Separation auflösen, sondern lediglich wie eine Pausetaste von unserer permanenten Beschäftigung mit unseren Gedanken- und Handlungsmustern wirkt.

Meine Vision ist, ‚Verbundenheit‘ wieder als unsere wahre Natur erkennen

Fluide Kommunikation ist der Weg zurück in unseren natürlichen Zustand: Uns selbst wieder als verbunden mit Gott zu erfahren, aber auch verbunden mit den Lebewesen um uns herum, mit der Natur, den Tieren und allem, was existiert. Diese Verbundenheit ist nicht Fiktion, sondern für mich erlebte Realität. Eine Verstandeszentriertheit jedoch und die daraus Leere und permanente Suche ist aus meiner Perspektive das eigentliche Problem und nicht die Wahrheit. Dieses Konstrukt erzeugt fortwährend Leid in uns und wir erzeugen wiederum Leid.

Das Forschungsprojekt ‚Fluide Kommunikation – ein Konzept der Zukunft

Das Instrument der Fluiden Kommunikation befindet sich in einer Pilotphase. In einem achtwöchigen Training erfahren die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wie sie Verbundenheit in sich selbst wahrnehmen können. Und lernen, die Erscheinungen des Verstandes in Form aufkommender Gedanken, Emotionen, körperlicher Reaktionen und sogar energetischer Wahrnehmungen zu beobachten und da-Sein‘ zu lassen.

Aus meiner Sicht braucht es eine Wiedervereinigung zweier Ebenen: unseres bewusst wahrgenommenen Lebens in Verbindung mit der fluiden Kraft göttlichen Bewusstseins. Das Resultat ist, dass unser (Er-)Leben zu einem lebendigen Ausdruck der göttlichen Kraft wird.

Fluide Kommunikation ist ein Weg, dir deines natürlichen Zustands, einer Verbundenheit mit dir selbst, wieder bewusst zu werden!

Derzeit befindet sich die Fluide Kommunikation in der Pilotphase. Nach der Auswertung der Forschungsergebnisse Ende des Jahres wird es Anfang 2025 zwei weitere Testphasen geben.

Du möchtest mehr über Forschungsprojekt oder ‚Fluide Kommunikation‘ wissen?

Die neusten Informationen und auch deine Möglichkeiten für die Teilnahme an diesem Projekt findest du auf meiner Homepage unter:
Fluide Kommunikation