Unsere SUCHE nach Verbundenheit

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema der Potenzialentwicklung. Das Ergebnis meiner eigenen Studien, persönlichen Erfahrungen und in der Arbeit mit Klienten ist, dass wir fortlaufend auf einer Suche sind. Diese Suche scheint sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten unseres Lebens auf verschiedene Dinge zu richten.
In unserer Kindheit beispielsweise oder auch Jugend waren wir vielleicht mehr auf der Suche nach Zugehörigkeit, nach Anerkennung oder Liebe. Und diese haben wir beispielsweise in unserer Familie oder in Freundschaften oder auch in Gruppen wie beispielsweise in einem Chor oder ähnlichem gesucht. Im Erwachsenenalter waren wir eventuell mehr fokussiert auf Themen wie Leistung und Erfolg, der Suche nach dem richtigen Beruf, nach einer erfüllenden Beziehung oder Partnerschaft oder auch schlicht und einfach auf der Suche nach uns selbst.
Warum sind wir eigentlich auf dieser Suche bzw. was treibt uns auch nach Jahrzehnten dazu an? Es ist wie ein Schmerz das Gefühl, dass etwas fehlt oder auch, so war es für mich eine lange Zeit, die Wahrnehmung einer Leere, die besonders intensiv spürbar wurde in Momenten der Stille Oder wenn ich gerade einmal nichts zu tun hatte.
Und es ist jedoch die Suche, die das eigentliche Problem aufrechterhält und gleichzeitig wird diese zu keinem Zeitpunkt hinterfragt. Wir glauben, dass wir durch die Suche, die daraus resultierenden Gedanken, Entscheidungen und Handlungen, in der Zukunft etwas finden werden und bemerken dabei nicht, dass die Lösung unseres Dilemmas eventuell nicht auf der Ebene gefunden werden kann, auf die unser Verstand die ganze Zeit über gerichtet ist: unsere Ego-Struktur.
Spätestens mit der Aufklärung und dem Ausspruch von Descartés: "Ich denke, also bin ich!", wurde unser Glauben fast vollständig eliminiert und von einer Verstandeszentrierung ersetzt, die alle Bereiche unseres Lebens umfasst - von der Wissenschaft und der darin enthaltenen Perspektive, alles erklären zu wollen (und was nicht erklärbar ist, existiert zunächst einmal nicht) bis hin zu Persönlichkeitsentwicklungsangeboten die darauf ausgerichtet sind, die eigene Persönlichkeit zu optimieren, unerwünschtes Denken oder Verhalten zu verändern und zu so etwas wie der 'besten Version' von uns selbst zu werden.
Selten erleben wir dabei aber ein Gefühl der Verbundenheit mit uns Selbst. Vielmehr streben wir nach einer perfekten Vorstellung von uns und im schlimmsten Fall vertieft sich dadurch noch das Gefühl des Getrennt-Seins, von Traurigkeit oder auch Sinnlosigkeit Vielleicht haben wir beispielsweise über die Jahre in unserem Verstand ein Bild von dem erfolgreichen Menschen entwickelt und glauben, wenn wir so denken und handeln wie eine solche Person, dann wären wir auch erfolgreich.
Die Frage ist, ob das, was wir uns von so einer Person vorstellen, mit unserem Selbst überhaupt etwas zu tun hat: mit der Art und Weise wie wir denken und fühlen wie unser So-Sein existiert. Und damit bringt uns ggf. die Vorstellung von eben diesem erfolgreichen Menschen unter einen permanenten Druck. Wir erschaffen unser Erleben aus dem Verstand. Die meisten Menschen leben dabei weder im Jetzt noch spüren sie sich in ihrem Körper.
Wir suchen ersatzweise Verbundenheit im äußeren Erleben. Wir glauben, dass der Verstand im Zentrum steht und wir mittels unseres Denkens im Leben Erfüllung finden.
Auf diese Weise ist unser Leben jedoch lediglich ein Hologramm eine Widerspiegelung unseres Denkens.
Tiefe Resonanz bzw. Momente von Verbundenheit erleben wir jedoch in Situationen in denen wir ganz im 'Jetzt' mit unserem Bewusstsein fokussiert sind. In der Begegnung beispielsweise mit einem anderen Menschen, in einer Situation, in der Natur oder auch beispielsweise im Gebet. Wir fühlen uns dann vielleicht auf eine Weise erfüllt, die sich ganz wunderbar anfühlt: voller Freude, voller Lebendigkeit, Liebe oder auch tiefer Dankbarkeit.
Diese Momente haben eines gemeinsam: wir hatten diese nicht willentlich unter Kontrolle! Unser Verstand ist nicht in der Lage ein solches Erleben zu reproduzieren. Unsere natürliche Verbundenheit mit Gott in uns wird verschleiert durch die Identifikation mit einer gedachten Ich-Struktur.
Diese Ich-Struktur ist in jedem Moment in unserem Fokus. Wir glauben unseren Gedanken und allem, was damit zusammenhängt: Erinnerungen Prägungen, erlebte Traumata, unseren daraus auftauchenden Emotionen. Beispielsweise leitet eine Angst uns zu Handlungen an, die darauf ausgerichtet sind, ein erneutes Erleben von Schmerz in der Zukunft zu vermeiden.
Doch was meine ich jetzt eigentlich "natürlicher Verbundenheit" mit Gott in uns Selbst? Eine Zentrierung auf den Verstand erzeugt eine gedachte Trennung zwischen einer als realistisch erlebten Ich-Sruktur und höheren Bewusstseinsebenen/ Frequenzebenen.
Alles was mit 'Gott' zusammenhängt assoziieren wir mit Meditation, bestimmten Praktiken der Spiritualität, mit Kirche oder Religion. Wir nennen Formen wie Universum, höheres oder universelles Bewusstsein, um Emotionen des Widerstandes, die mit dem Wort 'Gott' einhergehen, zu vermeiden.
Alle diese Begriffe weisen jedoch nur darauf hin, dass wir eine Trennung spüren zwischen unserer Verstandeszentrierung und dem, was wir nicht mit unserem Verstand erfassen können.
Die neue Zeit öffnet wieder die Möglichkeit, in eine natürliche 'fluide' Verbundenheit mit uns selbst zu entfalten!
Fluide Verbundenheit ist lebendige Kraft, die durch uns fließt und sich im (ER-)Leben ausdrücken möchte.
In diesem Bewusstsein tauchen Gedanken, Emotionen, körperliche und energetische Wahrnehmungen als Reaktion auf äußere Reize auf, sind Erscheinungen eines Moments und lösen sich auf in einem anderen.
So ist natürliche Verbundenheit ein teilnehmendes Bewusstsein in jedem Moment - lebendig im Jetzt.
Der Weg in dieses Bewusstsein zurück bedingt einerseits die radikale Aufgabe der Suche und das Erkennen, dass Gedanken, Emotionen, körperliche und energetische Wahrnehmungen lediglich Erscheinungen in dem Erleben der Verbundenheit sind. Und es braucht einen Weg, der Schritt für Schritt in dieses Bewusstsein führt.
In den vergangenen Wochen wurde mir innerlich das Instrument der 'Fluiden Kommunikation' offenbart, das Teilnehmenden eines Pilotprojekts in einem achtwöchigen Programm durchlaufen haben. Das Instrument der 'Fluiden Kommunikation' zeigt schon jetzt in den erhobenen Daten eine signifikante Wirkung von einem Erleben von Verbundenheit bei den Teilnehmenden - auch in ihrem Alltag.
Du interessiert dich für dieses Thema und möchtest mehr über 'Fluide Kommunikation' erfahren: Fluide Kommunikation
Du kannst das Projekt unterstützen und findest auf dieser Seite auch den QR-Code zu meiner Basisbefragung. In dieser Befragung lade ich dich ein, zu reflektieren, wonach und wie du zu verschiedenen Zeitpunkten deines Leben gesucht hast und wie du Verbundenheit mit dir selbst erlebst.