Welche Handlungsstrategien hast du beim Empfinden unangenehmer Emotionen wie Trauer, Angst oder Wut?

Gewohnheiten sind für unser Gehirn energiesparend: Untersuchungen zeigen, dass über 90 Prozent unserer Handlungen und Entscheidungen gemäß Routinen verlaufen.

Wenn wir mit Situationen und Entscheidungen in unserem Leben unglücklich sind, dann aktiviert unser Gehirn gespeicherte Strategien, um den unangenehmen Zustand zu verändern. Die verwendeten Strategien basieren allerdings auf einer Bewertung der derzeitigen Situation. Die Bewertung der Situation als ‚nicht richtig‘, ‚schlecht‘ oder ‚nicht genug‘ geht einher mit unangenehmen Gefühlen wie beispielsweise Angst, Frustration, Trauer oder Wut. Diese Empfindungen wollen wir ‚weg‘ haben. Wir sind in diesem Moment nicht offen für Intuition oder eine neue Lösung, die sich aus dem Leben selbst heraus anbieten würde. Stattdessen handeln wir gemäß einer aktivierten Routine wie beispielsweise durch kompensieren, prokastinieren, Süchte, die Nutzung von Selbstmanagementtools, stundenlanges Schauen von YouTube Videos, bis hin zur Buchung von Weiterbildungen und Coachings.

Es ist zu unterscheiden zwischen Lösungen, die langfristig eine Kohärenz, also eine wahrgenommene Übereinstimmung mit uns Selbst erzeugen und solchen, die lediglich kurzfristig darauf angelegt sind, einen unangenehmen Zustand in einen angenehmen wandeln sollen.

2 Tipps für einen bewussten Umgang mit negativen Empfindungen:

  1. Beobachte deine Bewertungen, die du einer Situation gegenüber hast. Kannst du dir 100% sicher sein, dass deine Gedanken wahr sind?,
  2. Handle JETZT sofort! Was kannst du jetzt tun, proaktiv sein anstatt weiter zu grübeln: Komme in Bewegung anstatt auf dem Sofa zu versacken.

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Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung. Es sind jedoch die kontinuierlichen, kleinen Schritte, die den Unterschied machen - für eine bewusste Verbindung mit deinem Potenzial!

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